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By Jens Kistenfeger

In jüngster Zeit wird, wie bereits zur Wende zum 20. Jahrhundert, die Objektivität historischer Erkenntnis angezweifelt. In ihren objektivitätsskeptischen Argumentationen stützen sich die vorwiegend „postmodern“ orientierten Autoren auf den essentiell narrativen und perspektivischen Charakter der Geschichtsschreibung. In „Historische Erkenntnis zwischen Objektivität und Perspektivität“ soll historische Objektivität verteidigt werden, ohne sich aber auf eine bloße Destruktion der Objektivitätskritik zu beschränken. Vielmehr müssen einige ihrer Einsichten ernst genommen werden, obschon ihre Schlussfolgerungen nicht bejaht zu werden brauchen. Die Objektivität historischer Erkenntnis wird in dieser Arbeit in einem Zug mit dem perspektivischen Charakter der Geschichte verteidigt.

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Ein Korrespondenzverhältnis zwischen Darstellung und Dargestelltem erreichen zu wollen, in einem Abhängigkeitsverhältnis zum korrespondenztheoretisch explizierten Begriffskern. Der verfolgte Zweck – ein Ergebnis zu erreichen, das unverzerrt von subjektiver Willkür ist und damit den Tatsachen, nicht aber den Wünschen und Vorstellungen des Subjekts korrespondiert – weist darauf schon zur Genüge hin. Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass die prozedurale Objektivität alles in allem nichts anderes versucht, als eine lange Tradition methodologischer Überlegungen (in der Philosophie wie auch in den Einzelwissenschaften) zu einer alles umfassenden Objektivitätsvariante umzudeuten.

Diese Objektivitätsauffassung vertreten Appleby et al. 1994, 195 und passim. Vgl. Patzig 1977, 324 f. Bevir 1994, 333-337. 16 02:23 47 Baustein in der Etablierung wissenschaftlicher Erkenntnis54, aber an der fundamentalen Rolle der absoluten Objektivität und damit am korrespondenztheoretischen Begriffskern ändert sich nichts. In dieser Hinsicht muss also auch die konsensuale Objektivität zu den derivativen Objektivitätsauffassungen gezählt werden. Die bislang untersuchten Objektivitätsauffassungen, prozedurale Objektivität und Objektivität als Unparteilichkeit, haben sich jeweils als abhängig von der konsensualen Objektivität erwiesen.

Auch die ‚modernen Klassiker‘ Russell 1994 und Austin 1994. Vgl. etwa Gormans Untersuchung über das Verhältnis von Wahrheit und Objektivität, die damit beginnt, dass die eigentliche Bedeutung von Objektivität die Objektivität von Aussagen ist, die sich nicht davon unterscheide, was man eigentlich als Wahrheit bezeichne. “ (1998, 320) Gorman hält dies für falsch. Es lässt sich beobachten, dass in einer Reihe von Veröffentlichungen Wahrheit und Objektivität immer wieder vermischt werden. Als Beispiele mögen hinreichen: Appleby et al.

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